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Entstehung und Fortpflanzung musikalischer Töne |
Aus Radl.at
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Musikalische Klänge entstehen durch schnelle periodische Schwingungen elastischer Körper, welche sie der Luft mitteilen und von ihr als sogenannte Schallwellen fortgepflanzt werden. Nur scheinbar können auch Schallwellen erzeugt werden, ohne dass derartige Schwingungen elastischer Körper den Ausgangspunkt bilden; denn in allen den Fällen, wo durch einmaligen Schlag oder irgendeine Explosion (Blitz, Schuss) in der Luft Schallwellen entstehen, ist die Luft selbst der in Schwingungen versetzte elastische Körper. Auch bei der Sirene, einem physikalischen Apparat mit verdichteter Luft (Wind), die in zählbaren, schnell einander folgenden Stössen ausfliesst, ist nicht die Sirene der schwingende Körper, sondern die durch die periodischen Luftstösse in Schwingungen (abwechselnde Verdichtungen und Verdünnungen) versetzte umgebende Luft. Die Luft ist aber keineswegs der einzige Schalleiter. Harte Körper wie Stein, Holz, Metall leiten den Schall sogar viel schneller als die Luft; denn während die Fortpflanzungsgeschwindigkeit des Schalles durch die Luft nur ca. 343 m/s beträgt, leiten ihn feste Körper erheblich schneller. Der beste Schalleiter überhaupt ist Diamant mit rund 18000 m/s. Dagegen sind Webstoffe, Filz u. dgl. schlechte Schalleiter, wie sie auch schlechte Wärmeleiter sind. Sie eignen sich daher vorzugsweise zur Abdämpfung, d. h. schnellen Beseitigung von Schallbewegungen, zur Verhütung von Widerhall usw. Man kann deshalb bei der Definition des Wesens der musikalischen Klänge von der Fortpflanzung durch die Luft absehen und als Bedingung ihrer Entstehung einzig und allein die schnellen periodischen Schwingungen elastischer Körper bezeichnen. Siehe auch |