Hatten die Griechen auch Harfen und Lauten wie schon Ägypter und Hebräer?

Aus Radl.at

Sie hatten sie zwar, doch gelangten dieselben nicht zu grösserer Beliebtheit und Bedeutung; bei den Wettkämpfen der Festspiele zu Delphi und Olympia waren nur Lyra und Kithara die zulässigen Saiteninstrumente. Die Harfe wird unter dem halbphönizischen Namen Kinyra (Kinnor) oder auch Trigonon (Dreieck) genannt; die Griechen erhielten sie vermutlich über Phrygien.

Auch die assyrische Sambyke finden wir bei den Griechen wieder (das Pfalter). Ein ebenfalls sehr reich besaitetes Instrument war die Magadis, auf der in Oktaven gespielt wurde; noch mehr Saiten hatten das Epigonion und die Pektis. Die kleinste Zahl von Saiten, nämlich nur zwei, hatte die Laute, die unter ihrem ägyptischen Namen Rabla vorkommt; eine dreiseitige Laute war wahrscheinlich die Pandura, deren Name noch heute für ähnliche Instrumente existiert.

Kein eigentliches Instrument, sondern vielmehr ein Instrument für akustische Lehrzwecke war das Monochord, sowohl das eigentliche, nur mit einer Saite bezogene mit verschiebbarem Steg als auch das mit vier im Einklang gestimmten Saiten bezogene Helikon.

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