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Hatten die Hebräer eine nennenswerte Musikkultur? |
Aus Radl.at
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Ja, sie hielten die musikalische Kunst sehr hoch und wiesen ihr eine bedeutsame Rolle beim Gottesdienst zu. Wahrscheinlich ist die Musik der Hebräer wie auch ihre Instrumente auf Ägypten zurückzuführen; die Harfe erhielten sie wohl auf dem Umweg über Phönizien, wie der phönizische Name Kinnor für dieses Instrument andeutet. Übrigens waren die Harfen der Hebräer kleiner als die ägyptischen und dreieckig. Andere hebräische Saiteninstrumente sind das Rebel (Pfalter), viereckig mit Resonanzboden unter den Saiten (wie die babylonische Sambuka), auch die Lyra war den Hebräern bekannt und zwar schon in vervollkommneter Gestalt (Hasur) mit schildkrötenförmigem Resonanzkasten und frei aufgesetzten Armen nebst Querholz zur Befestigung der Saiten statt des primitiven Bügels der assyrischen Lyra. Übrigens ist über die Musikinstrumente der Hebräer das abenteuerlichste phantasiert worden; viel wissen wir von ihnen nicht. Man ist soweit gegangen, und zwar auf Grund talmudischer Schriften, ihnen sogar Streichinstrumente anzudichten, die sie sicher nicht besessen haben. Wenn die Hebräer Instrumente mit Hälfen und nur drei Saiten (Schalischim) besessen haben, so sind das ohne allen Zweifel Lauten gewesen, die sie in Ägypten kennengelernt hatten. Siehe auch |