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Ist über indische Musikinstrumente etwas Besonderes zu sagen? |
Aus Radl.at
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Die Inder hatten zahlreiche pauken- und trommelartige Schlaginstrumente, Rasselinstrumente, trompeten- und posaunenartige Blasinstrumente, auch Flöten (Basaree, mit der Nase angeblasen) und sehr merkwürdige Saiteninstrumente. Merkwürdig insofern, da die einfachste Art der Saiteninstrumente, die der Harfen und Zithern, bei denen jede Saite nur einen Ton anzugeben hat, bei ihnen gar nicht vertreten gewesen zu sein scheint, während mehrere Arten von Saiteninstrumenten mit Griffbrett existierten. Das älteste und zugleich merkwürdigste derselben ist die Bina, bestehend aus einer auf zwei ausgehöhlten Kürbissen liegenden fast 2 m langen Holzröhre, auf welche neunzehn Stege von wachsender Höhe aufgeklebt sind. An einen Ende befindet sich ein aufwärts gebogener Saitenhalter, von dem aus sieben Metallsaiten über die Stege weglaufend und nur auf dem entferntesten höchsten aufliegend nach den am anderen Ende angesetzten Wirbeln laufen. Die achtzehn kleineren Stege bilden so ein Griffbrett mit Bünden, d. h. der Spieler entlockt den Saiten höhere oder tiefere Töne, je nachdem ob er sie auf dem Saitenhalter nähere oder fernere Stege fest aufdrückt. Die Saiten werden mit einem Fingerhut mit Metallspitze angerissen. Die Bina hat sich nicht über andere Völker verbreitet. Ein lautenartiges Instrument, Magoudi, haben die Inder wahrscheinlich von den Arabern erhalten, welche es von den Ägyptern übernommen hatten. Nicht ganz festgestellt ist Alter und Abstammung des Ravanastron (auch Serinda genannt), in welchem man das älteste Streichinstrument sehen müsste, wenn sichere Beweise seines hohen Alters vorlägen. Siehe auch |