|
|
Notenwertzeichen |
Aus Radl.at
|
Die das Wesen des musikalischen Rhytmus ausmachende verschiedene Dauer der einzelnen Töne wird in der Notenschrift durch die Gestalt der Noten und durch die Tempobezeichnung ausgedrückt; erstere regelt die relative, letztere die absolute Geltung der Noten; d. h. erstere zeigt an, wie lang eine Note im Verhältnis zu den vorausgehenden und folgenden, letztere dagegen, wie lang sie überhaupt ist. Der relative Zeitwert der Note wird zunächst bestimmt durch die Form des Notenkopfes, der für lange Noten hohl (weiss), für längere gefüllt (schwarz) ist; die hohlen Noten werden auch etwas grösser gezeichnet als die gefüllten. Den allerlängsten heute üblichen Notenwert bezeichnet man durch eine weisse Note mit einem oder zwei kleinen Strichen an jeder Seite, die gleichsam die Note festhalten, quasi verankern. Dieser Notenwert, früher Brevis genannt, kommt jetzt nur noch ausnahmsweise vor und gilt doppelt so viel wie die weisse Note ohne diese Striche, die sogenannte ganze Taktnote, Taktnote oder Ganze Note, die immer noch ziemlich schwerfällig aussieht. Erheblich leichter sieht bereits die Halbe aus, die mit ihrem nach oben weissenden Strich schon die Tendenz zu mehr Beweglichkeit verrät; noch mehr das Viertel mit seinem schmächtigeren Körper und in ausgesprochenster Weise das Achtel, Sechzehntel. Zweiunddreissigstel und Vierundsechzigstel mit ihren kleinen, Flügeln vergleichbaren, flatternden Fähnchen. <lilypond> \relative c' { g'\breve r\breve g1 r1 g2 r2 g4 r4 g8 r8 g16 r16 g32 r32 g64 r64 } </lilypond>
Die zu einem Viertel, auch wohl die zu einer Halben zusammengehörigen Achtel, Sechzehntel usw. erhalten gewöhnlich statt der Fähnchen gemeinschaftliche Querbalken, welche fürs Auge zwar nicht das Leichtflatternde der Fähnchen haben, doch als Ausdruck der Energie der Bewegung immerhin auch als charakteristisch und anschaulich bezeichnet werden kann. Folgende Übersicht mag eine schnelle Veranschaulichung des Gesagten vermitteln: <lilypond> \relative c \time 4/4 { r1 c1 d2 d2 e4 e4 e4 e4 f8 f8 f8 f8 f8 f8 f8 f8 g16 g16 g16 g16 g16 g16 g16 g16 g16 g16 g16 g16 g16 g16 g16 g16 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 a32 } </lilypond>
<lilypond> \relative c \time 4/4 { r1 c1 d2 e4 f8 f8 g16 a32 a32 a32 a32 g16 g16 g16 e4 e4 f8 f8 g16 g16 a32 a32 a32 a32 } </lilypond>
Siehe auch |