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Wenn man eine Saite mit den Händen hält und straff zieht, gibt sie nur einen dünnen und kleinen Klang; auf unseren Klavieren, Harfen, Violinen usw. wird aber der Klang durch den sogenannten Resonanzboden verstärkt, eine dünne Holzplatte, über welche die Saiten hinweglaufen, fest aufliegend auf einem den Resonanzboden berührenden Steg, der die Schwingungen der Saiten auf den letzteren überträgt. Dabei gibt der Resonanzboden nicht etwa den Ton, den er geben würde, wenn man ihn selbständig in Schwingung versetzt, z. B. mit einem Hämmerchen. Solche selbständigen Schwingungen des Resonanzbodens werden sogar durch quer die Fasern kreuzend unter denselben geleimte Leistchen und durch künstliche Zusammenfügung des Resonanzbodens verhindert. Der Resonanzboden wirkt vielmehr nur als Schalleiter und hat nur den Zweck, die Schwingungen in breiter Fläche an die Luft weiterzugeben, anstatt dass nur die schmale Linie der Saite die Luft erregt.
Siehe auch
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