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Die Musik unserer Zeit behandelt nicht alle Stimmen des mehrstimmigen Satzes als gleichberechtigt und gleichwichtig, sondern jederzeit ( oder doch fast immer) erscheint eine Stimme als die Hauptstimme, als Melodie, während die anderen als Begleitstimmen eine untergeordnete Stellung einnehmen.
In der Musik des 16. Jahrhunderts ist jede Stimme Melodie; die Harmonie ist bei ihr nur das Ergebnis der Verbindung mehrerer Melodien, während heute die Harmonie der begleitenden Stimmen hauptsächlich dazu dient, die Melodie der Hauptstimme zu erhöher Wirkung zu bringen.
Siehe auch
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