Was für Musikinstrumente hatten die Römer?

Aus Radl.at

Am frühesten scheinen bei ihnen die Flöten eingebürgert gewesen zu sein; die römische Tibia war wohl mit dem griechischen Aulos identisch, während die römische Hirtenflöte, die Fistula, wahrscheinlich ein Instrument mit Rohrblatt oder dergleichen, entsprechend der Oboe war. Im übrigen kann es uns nicht wundern, wenn das wachsende Römerreich die Instrumente aller Völker des Orients, soweit es dieselben unterjochte, nach Rom brachte.

Ganz oben standen natürlich schon früh die griechischen Saiteninstrumente (bekanntlich ist die süditalienische Kultur altgriechisch): Kithara und Lyra. Das auch genannte Rablium war nicht die Rabla (Laute) der Ägypter, die wir vielmehr als Pandura finden, sondern das Rebel der Hebräer, d. h eine Art Zither oder Hackbrett (konstruiert wie z. B. auch das chinesische Kin).

Die kriegerischen Blasinstrumente waren die tieftönende gerade Trompete (Tuba) für die Infanterie, der gekrümmte hochtönende Lituus für die Kavallerie (der Vorfahr des bis ins 18. Jahrhundert erhaltenen Zinken), und die gewundene Buccina, die wohl noch tiefer tönte als die Trompete, also vielleicht unserer Posaune (die ihren Namen geerbt hat, im 16. Jahrhundert: Busaun) vergleichbar ist.

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