Was wissen wir über die Musikinstrumente der alten Assyrer und Babylonier?

Aus Radl.at

Assyrische Lyra

Von beiden nur wenig; doch scheint festzustehen, dass in Rinive als auch in Babylon die musikalische Kunst sich nicht zu nennenswerter Höhe entwickelte, wenn sie auch sowohl im Krieg zur Anfeuerung der Truppen als im Frieden bei den üppigen Gelagen und prunkenden Festen eine bedeutsame Rolle gespielt haben mag.

Unter den assyrischen Instrumenten fallen harfen- oder zitherartige auf, die horizontal liegend mit einem Plektron gespielt wurden; die nur dem Namen nach bekannte Sabbeka oder Sambuka der Babylonier dürfte damit identisch sein, da sich der Name für ähnliche Instrumente bis ins späte Mittelalter im Abendland gehalten hat (bei den Griechen Sambyke, lateinisch Sambuca, mittelhochdeutsch Sambiut.

Auch die Lyra ist ein ursprünglich assyrisches Instrument mit unter den Saiten parallel laufendem Resonanzboden, die obere Hälfte viereckig ausgeschnitten, so dass oben ein Bügel stehen blieb, wie bei der keltischen Chrotta. Die Lyra wurde vornüber geneigt unterm Arm getragen und mit einem Plektrum gespielt.

Ein seltsames Blasinstrument der Babylonier, das später immer mehr vervollkommnet der Orgel die Entstehung zu geben bestimmt war, ist ein Dudelsack primitivster Konstruktion, ein Windschlauch, in den mittels einer Röhre geblasen wurde und aus dessen entgegengesetzter Seite ein Pfeifenkörper herausstand, der ohne Zweifel eine Rohrzunge enthielt, sowie selbstverständlich mehrere Grifflöcher.

Ausserdem hatten die Assyrier wie die Babylonier Pauken und Trommeln, Flöten und gerade Trompeten.

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