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Ja. Neben der Lyra und Kithara genoss die Flöte (der Aulos) unter den Musikinstrumenten das höchste Ansehen. Bereits 585 v. Chr. erlangte Sakadas Gleichberechtigung des Flötenspiels mit dem Kitharaspiel bei den pythischen Spielen. Es kamen aber auch Wettkämpfe von Trompeten vor. Man hat vielfach angenommen, der Aulos wäre eine Art Schalmei oder Oboe gewesen; doch scheint jetzt festzustehen, dass er eine wirkliche Flöte und zwar eine Schnabelflöte (ganz wie die Prinzipalpfeifen der Orgeln, mit nur zwei bis drei Grifflöchern) gewesen ist. Das geht z. B. auch daraus hervor, dass Midas von Agrigent, dem 488 v. Chr. beim pythischen Spiel das Mundstück zerbrach, ohne Mundstück weiterspielte. Das wäre auf einer Schalmei wohl nicht möglich gewesen. Auch der Umstand, dass die Pfeifen der ältesten Orgeln, die nachweislich Labialpfeifen waren, Auloi genannt werden, ist ein starkes Indiz für diese Annahme.
Man baute Flöten in verschiedener Grösse, wie wir sagen würden Diskant-, Alt- und Tenor- oder Bassflöten. Auch die uns von den Ägyptern her bekannte Doppelflöte (Diaulos) finden wir wieder; ob die zwei Flöten (eine längere und eine kürzere) zusammen angeblasen wurden, etwa die tiefere nach Art des Dudelsacks immer mitklingend oder aber abwechselnd gespielt, ist nicht entschieden. Die Annahme ist aber gar nicht ungereimt, dass die zweite die Töne einer anderen Skala gab und daher für Modulationen herangezogen wurde. Die Zahl der Tonlöcher des Aulos schwankt zwischen zwei und fünf.
Siehe auch
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